Donnerstag, 28. April 2011

Tatuetata, neuer Blogeintrag!

Die Zeit verrinnt und endlich, endlich kann ich mich mal aufraffen, mal wieder einen Blogeintrag zu machen. Ich denke zurueck – der letzte Eintrag war in Wellington, Mitte Maerz muesste das gewesen sein, und jetzt ist schon fast Mai! Also, Folgendes ist seitdem passiert:

Mir war ja zu Ohren gekommen, dass es in Kerikeri, genauer gesagt in der Hideaway Lodge, einen Haufen Arbeit gaebe. Da ausserdem Elli, die ich in Wellington ueber Jenny kennengelernt hatte, dort hingefahren war, entschied ich mich, ihr hinterherzureisen. Da ich vom Sueden der Nordinsel bis fast ganz in den Norden reisen musste, hiess das: zwei lange Busfahrten. Zuerst 12 Stunden von Wellington nach Auckland, was recht ermuedend war, aber die Landschaft natuerlich wieder fantastisch. Vulkane und Heidelandschaften mit dieser unglaublich wilden Bewoelkung und das fuer Stunden, ohne eine einzige Stadt. Wenn wir doch einmal durch eine kamen, war das alles sehr touristisch (vor allem Rotorua, alter Schwede, ich glaube, das ist so eine Art Queenstown der Nordinsel, also absolut nix fuer mich). Die Nacht musste ich dann ich Auckland verbringen, die groesste neuseelaendische Stadt. Auch nicht mein Fall, auch wenn nicht ganz uninteressant. Gaaanz viele Asiaten und deutlich mehr Maori als im Rest des Landes, leider auch dementsprechend viele Gangstaz. Hab die teuerste Nacht Neuseelands im schaebigsten Bunker Neuseelands im ACB-Backpackers auf der Queenstreet verbracht. Am naechsten Tag nochmal 5 Stunden nach Kerikeri, die Landschaft diesmal total durchgeknallt, eine Mischung aus Schweiz und Karibik, falls ihr euch das irgendwie vorstellen koennt.

In Kerikeri angekommen, erwarteten mich Regen und Wind. Na toll, dacht ich mir, ich dachte, das waer hier subtropisch und ueberhaupt. Na ja, also erstmal Brian von der Lodge angerufen, der mich dann abgeholt und in die Hideaway Lodge gebracht hat. Dazu muss ich eine kleine Anmerkung machen. Als ich Jenny aus Picton angerufen hatte, hatte sie mich ganz verwundert gefragt, was denn mit meiner Stimme los sei. Keine Ahnung, was soll denn mit meiner Stimme los sein? In Wellington, als ich sie nochmal gefragt hab, hat sich herausgestellt, dass das billig-Handy aus Suedafrika meine Stimme um 2 Oktaven nach oben transferiert. Wenn ich also jemanden anrufe, klinge ich wie Mickey Mouse. Das erklaert vermutlich auch, warum ich nie einen Job bekommen hab, wenn ich die Leute angerufen hab. Ich meine, wenn mir jemand mit der Stimme eines 5jaehrigen Maedchens erzaehlen wuerde, dass er mit der Kettensaege umgehen koennte, wuerd ich den auch nich nehmen. Na ja, wenn ich jetzt jemanden anrufe, fange ich immer an mit „Sorry for my funny voice, I have no clue why my phone pitches it.“ Darueber lachen sich zwar die meisten erstmal kaputt, aber besser sorum.

Brian kam mich also mit einem weissen VW-Bus abholen, und ich schlug mein Zelt in der Hideaway Lodge auf. Eigentlich wollten Elli und ich einen Wohnwagen mieten, was auch billiger gewesen waere, aber Brian meinte „Sorry, no vacancy, you guys have to use the TV room.“ Der Regen stellte sich als Auslaeufer irgendeines Hochseesturmes heraus, und nach dem Wochenende war er auch vorbei. Allerdings klebte mein Innenzelt mal wieder am Aussenzelt und alles war mal wieder nass und alle meine Buecher (die inzwischen eigentlich schon zu viele sind, um sie noch mitzuschleppen) haben leckere Schimmelflecken. Am letzten Regentag sind wir (Elli, ihre Freundin Sam aus Bielefeld und deren Freund Gilli aus Brasilien plus ich) zum Strand gefahren und im Regen ins Meer, und das war mal wieder einer dieser unglaublichen magischen Momente, vor allem als die Wolken aufrissen und alles war in warmes gelbes Licht getaucht, und alles sah aus wie in einem Gemaelde aus dem Barock.

Nach einer Woche wurde es mir im Zelt zu kalt, und ich bin in ein 6er-Zimmer gezogen. Besetzung: Elli, Eric aka Clapton aka Goennsdir, Jakob, Simon aka Steuerberater, Christopher aka Mickey aka Heimchen plus ich aka Achmed (ich versuch gerade, mir einen Backenbart wachsen zu lassen. Na ja.) Regelmaessige Besucher (damit mein ich die, die unseren Kuehlschrank mitbenutzten): Christopher aka John Beton, Andy aka Forelle und der immer noergelnde Ott, plus ca. 10 andere Deutsche. Das Problem war, dass es ueberhaupt keine Arbeit gab (und die touristischen Attraktionen in Kerikeri hatten sich nach 2 Tagen auch erschoepft), also waren wir nur am gammeln, von Forelle offiziel „Travel-Hartzen“ genannt, in ironischer Anlehnung an „Work&Travel“, versteht sich. Wir haben jeden Scheiss gemacht, von bastel-dir-einen-Hund-aus-ner-alten-Milchtuete ueber bastel-dir-einen-Tisch/eine-Brille/eine-Haschpfeife-aus-Bambus bis hin zu Flunkyballmeisterschaften und Instantnudelwettessen. Das Witzige war, dass immer gesagt wurde, dass es bald Arbeit gibt, und dann – ah, doch nich, noch nicht genuegend Fruchtzucker in den Mandarinen oder zu nass zum Kiwiernten etc pp.

Einmal wurde ein ein-Tages-Job angeboten, auf den sich natuerlich jeder stuerzte. Mangels Organisation seitens Brian endete es damit, dass sich morgens sage und schreibe 27 Deutsche in den VW-Bus quetschten und mit dem Brasilianischen zum Traubenpfluecken fuhren. Das Brasilianische hatte leider nur eine handgemalte Karte, also standen wir irgendwann im Wald neben zwei Waldarbeitern. Frage: Ist hier irgendwo ein Weinberg? Antwort: Aeh... Nein? Also 27 Deutsche raus aus dem Bus, damit der den Berg wieder hochkommt, und oben wieder alle reingequetscht. Nach 1,5 Stunden waren wir dann tatsaechlich am Weinberg und durften 3 Stunden fuer nen Stundenlohn von 9$ (ca. 5 Euro) Trauben pfluecken. Ich hoffte natuerlich insgeheim, dass Elli einsehen wuerde, dass das noch dauert mit der Arbeit und wir nochmal 2 Wochen oder so abhauen koennten, da ich ja am 21. April weiter nach Tahiti musste. Aber sie verliess sich auf Brian, also schaute ich mich nach anderen Moeglichkeiten um. Da ich ja kein Arbeitsvisum hatte, konnte ich es vergessen, mich bei den zwei „grossen“ Firmen Kerifresh und Orangewood zu bewerben. Und schwarze Tagesjobs waren zu selten, um da wirklich was zu reissen. Also mal wieder versuchen zu wwoofen. Hab dann tatsaechlich jemanden in Kerikeri gefunden, der Hilfe im Garten brauchte. Er meinte, seine Nachbarin koennte auch 3 Tage Hilfe gebrauchen, danach koennte ich zu ihm kommen. Supi.

Wie sich herausstellte, waren das die direkten Nachbarn der Hideaway Lodge, also konnte ich meine Abende in meinem alten Zimmer verbringen und tagsueber 4 Stunden arbeiten, dafuer gabs ein Zimmer fuer mich allein und richtig leckeres Essen. Die Frau, bei der ich zuerst war, war eine Silberschmiedin. Die Arbeit war gut, ich musste Bambus zerkleinern und zu Feuerholz aufschichten, Rasen maehen, wild wuchernde Hecken kleinmachen und das ganze Zeug eben. Mein zweiter Wwoofing-Host, der Nachbar, warf mich nach dem ersten Tag raus, weil ich Damenbesuch hatte (hatte dort eine eigene Wohnung, also bitte). Das hiess: Zurueck in die Hideaway Lodge.

Die letzten zwei Wochen waren dann irgendwie doof. Ich hatte nicht wirklich was zu tun, aber woanders wollte ich dann natuerlich auch nicht mehr hin. Uns ueberkam langsam alle der Lagerkoller, die meisten waren auch sauer auf Brian, am Ende haben wir 4 Wochen auf Arbeit gewartet und jede Woche Brian ueber 100$ Miete gezahlt. Kurz vor Ende bot mir Gili an, fuer Tobi einzuspringen, der irgendwie zum lahm gearbeitet hatte. Ich hab nen Tag lang Herbizide gespritzt (was recht ironisch ist, da ich urspruenglich hergekommen war, um fuer den Umweltschutz zu arbeiten) und dafuer 100$ auf die Hand bekommen. Die Arbeit war richtig locker und wir haben in den acht Stunden 4 Pfeifen geraucht, und trotzdem hab ich 3mal schneller gearbeitet als mein Vorgaenger und ich haette den Job haben koennen – waere ich nicht am zweiten Arbeitstag Richtung Auckland abgereist.

Natuerlich war ich recht niedergeschlagen, als ich im Bus nach Auckland sass. Ich hatte eine Menge Leute kennengelernt, und das war erst das zweite Mal auf der Reise, dass ich mal soziale Kontakte hatte, die laenger als 3 Tage gehen, das ist naemlich etwas, was ich wirklich vermisse. Die musste ich jetzt alle wieder mal zuruecklassen, und natuerlich auch Elli. Zum Glueck konnten die alle endlich anfangen, zu arbeiten. Ausserdem muss ich sagen, dass Neuseeland ganz anders war, als gedacht. Erstens hatte ich nicht einen Tag in einem der Projekte gearbeitet, fuer die ich hergekommen war. Zweitens habe ich mein Reisebudget bei Weitem ueberzogen (danke hier an Mama und Papa). Und warum das alles? Erstens natuerlich Pech bei meinem ersten Projekt (ihr erinnert euch, ich dachte, ich koennte es mir nicht leisten, in dem Projekt zu arbeiten und selbst fuer Kost und Logis aufzukommen). Und dann natuerlich immer wieder Projekte, die mir Zusagen in 2 Wochen machten, und ich dachte, nein, ich kann es mir nicht leisten, an einem Ort zu warten. Die Ironie liegt darin, dass ich im Endeffekt meine Zeit und mein Geld dafuer verwendet habe, nach Projekten zu suchen und auf Projekte zu warten. Und am Ende war mir alles egal und ich wollte nur noch arbeiten. Ich habs dann geschafft, 127$ in 4 Wochen zu verdienen (was recht genau eine Woche Miete war), in nem kommerziellen Weinberg und als Giftspritzer. Resummee: Ziel verfehlt. Auf der positiven Seite steht: Ich habe wunderbare Leute kennengelernt und einige wunderbare Momente erlebt. Nur musste ich dafuer nicht nach Neuseeland kommen.

Mit diesen Gedanken hab ich mich dann morgens in den Bus zum Flughafen gesetzt. Der Bus hatte einen Motorschaden, also war ich eine halbe Stunde zu spaet am Flughafen. Jetzt plagten mich folgende Gedanken: Verpasse ich meinen Flug? Sind meine Buecher zu schwer, damit mein Rucksack unter 20 kg bleibt? Habe ich noch genug Geld auf meiner Prepaid-Kreditkarte, um am naechsten Tag das Schiff von Tahiti nach Ahe zu bezahlen? Das dumme ist naemlich, dass das Schiff nur einmal im Monat faehrt und die April-Tour startete am 21. Ich flog am 21. April los, passierte die Datumsgrenze und kam am 20. April abends an. Dann wollte ich bei einem Couchsurfing-Host schlafen und am naechsten Tag das Schiff nach Ahe catchen. Na ja, die 2 ersten Fragen klaerten sich auf beruhigende Weise und die dritte eruebrigte sich auf eine sehr beunruhigende.

Als ich naemlich abends in am Flughafen Faa’a ankam, stellte ich fest, dass mein Geldbeutel weg war. Scheisse. Sitz abgesucht. Da ist er nicht. Geklaut? Kann ich mir schwer vorstellen, vor allem nicht in Neuseeland. Auf der anderen Seite ist Auckland ein internationaler Flughafen wie jeder andere, warum soll es da also keine Taschendiebe geben? Wann hattest du ihn als letztes? Du hast im Duty-Free-Shop eine Flasche Whiskey fuer deinen Couchsurfing-Host gekauft. Also hattest du ihn nach der Passkontrolle noch. Dann bist du nochmal an einen Computer gegangen und hast das mit deinem Host geklaert. Der Computer wird mit Muenzen gefuettert. Du hast den Geldbeutel rausgeholt, eine Muenze reingeworfen und den bloeden Geldbeutel neben den Computer gelegt, du Idiot.

Was ich beim Reisen gelernt habe, ist, dass es wenig Sinn macht, sich ueber irgendetwas (z.B. sich selbst) aufzuregen, das Beste ist, sofort nach einer Loesung zu suchen. Situation: Du bist in Faa’a am Flughafen und hast kein Geld, kannst nicht ins Internet und nicht telefonieren, weil alles zu ist (9 Uhr abends). Alles, was du an Lebensmitteln da hast, ist eine Flasche Whiskey aus dem Duty Free. Das ist ausserdem ausser deinem Netbook und deinen Kopfhoerern das einzig wertvolle, was du bei dir traegst. Also kannst du es vielleicht als Waehrung verwenden. Hm. Ich koennte einem Taxifahrer die Flasche anbieten, damit der mich zu meinem Host (zum Glueck in Faa’a) faehrt. Ach kacke, hab keine Adresse.

Also hab ich zwei aeltere Damen angesprochen, die an der Bar sassen. „Parlez-vous anglais?“ Die Antwort: ein Schwall Tahiti-Franzoesisch, aus dem ich nicht schlau werde. Also ziehe ich die Flasche Whiskey aus dem Rucksack und versuche, langsam auf Franzoesisch und ein paar Worten Englisch zu erklaeren, dass ich diese Flasche fuer einen Schlafplatz und evtl. ein klitzekleines Nachtmahl eintauschen wuerde. Eine der Damen strahlt. „Pour moi?“, und nimmt die Flasche an sich. Ich moechte dieser netten Frau den Whiskey ungern wieder wegnehmen, aber sie hat mich nicht verstanden und der Whiskey ist alles, was ich habe. Also ziehe ich behutsam daran, bis sie loslaesst. Sie grinst und drueckt mir 1000 Franc (ca. 10 Euro) in die Hand und laedt mich auf ein Bier ein. Ich komme mit einem eiskalten Hinano und 650 Franc Wechselgeld zurueck (3,50 E fuer 0,25 Liter Bier? Sind wohl Flughafenpreise...). Ich soll das Wechselgeld behalten. Ich bedanke mich. Mit broeckchenweise Franzoesisch und Englisch und Haenden und Fuessen kommen wir ins Gespraech. Aha, nach Ahe will ich, mit der Maris-Stella, morgen. Jap. Ich erklaere ihr, dass mein Geldbeutel noch in Auckland ist, und ich fragen will, ob ich auf dem Schiff anheuern kann. Sie meint, ich soll am Flughafen schlafen und am naechsten Tag mit dem Bus nach Fare Ute fahren, dort legt die Maris Stella ab. Alles klar. Mal wieder eine Perspektive, zur Abwechslung. Nach einer Stunde verabschiedet sie sich und gibt mir nochmal 2000 Franc. Ich nehme sie ungern an, aber eine Wahl hab ich nicht wirklich, also bedanke ich mich nochmal herzlich und lege mich auf den Boden, den Kopf aufs Gepaeck, wie schon in Christchurch. Wenigstens ist es die ganze Nacht tropisch warm. Es tut mir nur Leid, dass ich mich nicht bei Areti, meinem Couchsurfing-Host gemeldet hab, aber ich hab keine Moeglichkeit dazu. Die Dame meinte zum Abschied, ich sollte besser nicht die Flasche Whiskey trinken und dann im Flughafen randalieren. Ja danke, dazu ist der eh zu wertvoll.

Am naechsten Morgen um 8 aufgestanden und etwas Wasser in der Flughafentoilette getrunken (natuerlich aus dem Waschbecken). Dann die Bushaltestelle gesucht. Ihr glaubt gar nicht, was fuer ein Abenteuer so etwas simples wie den Bus finden ist, wenn man auf reisen ist... Mit dem Bus nach Pape’ete , der Hauptstadt Franzoesisch Polynesiens, gefahren, am Rathaus umgestiegen, und nach Fare Ute, in die Docks, gefahren, Bureau der Maris Stella gefunden. „Parlez-vous anglais?“ „You not speak French?“ „Petit peu, mais je preferre l’anglais.“ “Why you come to country like this if you not speak the language?” Ach ja, die Franzosen. Wie ich sie liebe.

Anheuern is nich. Zahlen oder da bleiben. Aber vielleicht koennte der Projektleiter die Ueberfahrt zahlen, und ich mache Ueberstunden? Gute Idee, koennte ich den vielleicht mal anrufen? Ja, kein Problem. Eine Frau am Apparat. Am Telefon ist es noch schwieriger, da du da keine Pantomime machen kannst. Also, Josh, der Projektleiter ist gerade in LA und sie weiss nix davon, dass ich komm. Ja scheisse.

Also zurueck zum Flughafen, da gibts Internet und Telefon. Ich kaufe mir eine Telefonkarte fuer 1000 Franc und einen Liter Cola fuer 450 Franc (4,50 Euro! Die haben sie doch nicht mehr alle!) und ab zum Flughafen. Areti anrufen. Kein Erfolg. Mama schreiben: Bitte Kreditkarte sperren lassen. Josh schreiben: Kann ich jetzt kommen oder nicht?

Was mache ich, falls nicht? Zurueck nach Neuseeland und einen Monat Gift spritzen? 100 $ am Tag, 500$ in der Woche minus 100$ Miete und 100$ Essen und Bier. 300$ in der Woche, optimistisch gerechnet, denn an Regentagen wird nicht gearbeitet, und es wird langsam aber sicher Herbst, selbst in Northland. Mist. Einmal Auckland und zurueck: mindestens 720 Euro. Das waere ein ziemliches Minusgeschaeft. In Tahiti arbeiten? Die Einwohner von Franzoesisch Polynesien sind zwar EU-Buerger, das Land selbst gehoert aber nicht zur EU, was nicht besonders logisch ist, fuer mich aber bedeutet, dass ich mir wieder was Schwarzes suchen muesste, und das mit meinem klaeglichen Franzoesisch? Ausserdem sieht es nicht so aus, als waere die lokale Bevoelkerung besonders wohlhabend, da haben die wohl kaum Jobs fuer reiche Europaeer uebrig.

Ich versuche den ganzen Tag, Areti zu erreichen. Ich habe noch Geld fuer 15 Minuten Internet, dann wars das auch schon wieder. Und noch nix gegessen. Um 7 Uhr abends entschliesse ich mich, zu checken, ob sie mir eine Mail geschrieben hat. Nein. Und das war mein letzte Geld, ich habe nur noch 210 Franc. Also schreibe ich ihr ganz schnell, entschuldige mich, schildere ihr die Situation, schreibe ihr, dass, falls sie die Moeglichkeit hat, sie mich evtl. am Flughafen abholen koennte? Ich sitze am Domestic Flights Arrival, gegenueber von den Toiletten. PS: Hab immer noch den Whiskey. Smiley.
10 weitere Versuche, sie anzurufen. Um 8 gehe ich zum Kiosk. Mache ich irgendetwas falsch? Hm. Vielleicht die Vorwahl weglassen. Gut, danke. Beim naechsten Versuch komme ich durch. Areti wirkt „not so amused“, aber sie meint, sie hat gerade noch zwei tschechische Couchsurfer da, die holen mich ab. Halleluja.

Ich komme an, entschuldige mich fuer die Umstande. Kein Problem. Sie zeigt mir mein Schlafzimmer. Ich stelle ihrem Mann den Whiskey auf den Tisch. Spaeter finde ich heraus, dass die Familie im Wohnzimmer auf dem Boden schlaeft. Das ist mir sehr unangenehm, aber ich bin still, ich will die Gastgeberehre nicht verletzen, keine Ahnung, wie die Tahitianer so drauf sind. Die Stimmung ist meines Erachtens sehr angespannt. Ich hoffe nur, dass ich bald weiterkann. Vor dem Schlafengehen rauche ich mit Mana, Aretis Mann, noch ein Pfeifchen, er hat hinter dem Haus ca. 30 Pflanzen stehen, was hier ganz normal ist. Nachts ist es so heiss, dass ich Stunden brauche, um einzuschlafen. Das wird in der zweiten Nacht noch verstaerkt, als sich Areti und Mana streiten. Er sagt: Ich dachte, er bleibt nur eine Nacht? Sie sagt: Was soll ich machen? Er hat seinen Geldbeutel verloren, ich kann ihn nicht rauswerfen! Den folgenden Geraeuschen nach zu urteilen, haben sie sich aber recht schnell wieder vertragen. Das alles ist mir aeusserst unangenehm.

Jeden Tag laufe ich eine halbe Stunde runter zum Flughafen, um nachzufragen, ob mein Geldbeutel gefunden wurde, und um nach Hause zu telefonieren, um irgendwie an Geld zu kommen. Am Strassenrand sitzen ueberall Leute. Sie rauchen einen Haufen Ganja und wollen mir welches andrehen. Ich sage, ich habe kein Geld. Der einzige Weisse, den ich sehe, wohnt im Spiegel. Ich dachte nie, dass ich mal wegen meiner Hautfarbe von allen angestarrt wuerde. Ich muss ueber die Ironie lachen, da ich der einzige weisse Tourist bin und trotzdem am wenigsten Geld habe. Die Leute sind freundlich, vor den wilden Hunden hab ich etwas Schiss.

Areti sagt, dass es ein sehr unguenstiger Zeitpunkt ist, an dem ich gekommen bin, da das Osterwochenende eigentlich fuer ihre Familie reserviert ist. Ich ziehe mich in mein Zimmer zurueck und fuehle mich undankbar. Abends klopft Mana: Es gibt Essen. Areti bietet mir an, mich an ihren Vorraeten zu bedienen, aber ich sehe, dass sie nicht viel Geld haben und esse nur, wenn ich direkt etwas angeboten bekomme, ein Mal am Tag, abends. Das Essen ist lecker, viel Reis, Brotfrucht (geht so) und Meeresfruechte. Zum Glueck vertreibt die schwuele, drueckende Hitze den Hunger, und viel Bewegung habe ich auch nicht, ich lese den ganzen Tag in meinem Zimmer. Ich habe Areti mehrmals angeboten, ihr zu helfen, aber sie lehnt ab. Der Garten ist gemacht (was heisst, der ganze Muell ist weg) und bei einer Einrichtung von einem Herd, einem Tisch, einem Waschbecken und einem Regal gibt es auch nicht viel Haushalt zu erledigen. Das seltsame ist, dass hier alles recht heruntergekommen ist, manche der Huetten haben richtige Waende (damit meine ich verputztes Sperrholz), manche sind aus ganz oder teilweise aus Wellblech. Auf beiden Seiten der Stasse verlauft ein Graben, in dem alles Moegliche schwimmt: Muell, Kuechenabfaelle, Hunde, Huehner. Der Duft ist recht aufdringlich, vor allem natuerlich bei dem Klima. Die Leute haben aus allem Moeglichen Bruecken darueber gebaut. Trotzdem hat fast jede Familie ein Auto, und davon sind hoechstens 20% aelter als fuenf Jahre, und fast alles teure, spritfressende Gelaendewagen (Hallo? Das ist eine Insel?). Ausserdem stehen in Aretis Haus 3 Fernseher und eine Playstation 3.

Am Ostersonntag und –Montag lud mich Areti ein, bei ihrer Grossfamilie zu sitzen. Das heisst: Ihr Bruder mit Freundin, ihr Cousin mit Freundin plus ihre Eltern und ihre beiden Toechter, die juengere ist auch Manas Tochter. Wieder so eine unangenehme Situation. Jetzt schnorre ich mich auch noch bei ihren Eltern durch. Wir trinken und rauchen den ganzen Tag, haben zwischendurch klitzekleine Gespraeche. Die Freundin des Cousins ist die Einzige, die ausser Areti auch etwas Englisch spricht.
Irgendwann kam dann aber der Moment, als ich realisierte: Ich sitze hier im Rollstuhl des Bruders, der Hueftprobleme hat (er hat zwei Rollstuehle, aber es gibt nur so viele normale Stuehle wie Familienmitglieder), um mich herum kraehen 20 wilde Haehne, ich wir sitzen unter Palmen, ich hatte Brotfrucht mit undefinierbarem Schleim aus dem Meer, Mana und der Cousin spielen Boule, ich verstehe kein Wort von der Sprache, meine Finger sind noch etwas klebrig, da wir ohne Besteck essen, die Kleinste grinst mich an und redet Franzoesisch und drueckt mir einen Plueschpikachu in die Hand, und es ist die Suedsee, wo seit Pippi Langstrumpf im Takatukaland und der Meuterei auf der Bounty jedes Kind unbedingt hin will, um mich wachsen Bananen, die aeltere Tochter lacht mich aus, weil ich auf die Kokosmilch deute und frage: „Qu’est-ce que c’est?“ und da kommt der Opa, auch im Rollstuhl und einhaendig und fordert mich auf, mehr Bier aus der Kiste zu holen, die Freundin des Bruders bekommt einen Hustenanfall, als sie mir die Pfeife weiterreicht, und mir wird klar: Fuer diesen abstrusen Moment bin ich unterwegs.

Und am Dienstag kam ich endlich, endlich an Geld, Mama und Papa haben mir etwas ueber die Western Union geschickt. Ich bin zum Supermarkt, weil ich Areti und Mana zum Dank eine Kiste Bier kaufen wollte. 4000 Franc? Bei aller Liebe. Hab dann Tim Tams gekauft (die besten Schokoriegel der Welt). Es war niemand zu Hause, was mir ganz recht war, um ehrlich zu sein, also hab ich meine Sachen gepackt, die Tim Tams auf den Tisch gelegt mit 3000 Franc und mich verpisst. Kapitel abgeschlossen.

Jetzt wohne ich im billigsten Hostel von ganz Pape’ete, das immernoch mehr als doppelt so teuer ist als neuseelaendische Standarts. Ich esse immer noch eine Mahlzeit am Tag und verbringe die Zeit mit nichts tun. Habe eine coole 40-jaehrige Kanadierin aus Vancouver kennengelernt, die auf einem Boostrip von Panama nach Neuseeland war und in Tahiti etschieden hat, dass es genug ist. Sie hat mir ausserdem angeboten, eine Stadtfuehrung zu machen, wenn ich in nem Monat in Vancouver bin. Ausserdem hat sie mir ein anderes Hostel angeboten, etwas ausserhalb, etwas guenstiger, mit Fruehstueck und 5 Minuten zum Strand. Da werd ich morgen mal hingehen.

Aktueller Stand: Geldbeutel wurde gefunden, ist allerdings noch in Auckland. Wann er nach Tahiti geschickt wird, steht in den Sternen. Ich kann auf die Perlenfarm nach Ahe, ich hatte die falsche Nummer gewaehlt, hatte das Bureau in Pape’ete angerufen statt die Farm in Ahe, und es gibt noch ein zweites Boot, die Dory, die woechentlich faehrt. Nur an welchem Tag das ist, habe ich noch nicht herausbekommen. Aber damit bin ich etwas entspannter, ih hoffe nur, ich muss nicht mehr lange in diesem so unglaublich teuren Tahiti verbringen.


Viele Gruesse an alle, meine treuen Leser und alle, die mal reinschauen. Auf Ahe werd ich wohl weder Internet noch Telefon haben, also werde ich erst wieder von Vancouver aus schreiben (hab etwas Schiss vor den Behoerden in LA, mal schauen, wie das wird.)

Montag, 21. März 2011

Wellington

Allgemein ist mir seit dem letzten Post meiner Meinung nach gar nicht so viel passiert, also war ich nicht so scharf darauf, einen Blogeintrag zu machen. Heute sind aber zwei Sachen passiert, von denen ich lange (Jahre) getraeumt hatte.

Ich hab zwar den Grossteil meines Nerd-Daseins abgelegt, aber so ganz vergisst man seine Wurzeln ja nie. Deshalb habe ich mit Freuden vernommen, dass heute endlich, endlich die Dreharbeiten fuer den Hobbit begonnen haben - nachdem ich 3-4 Jahre die Vorarbeiten mitverfolgt und jeden Tag in den News nach Neuigkeiten geschaut hatte, ist das schon toll. Auch wenn ich daran denke, dass der Herr der Ringe mich als erstes auf die Idee gebracht hatte, nach Neuseeland zu gehen, ist es etwas sehr Besonderes, jetzt zum neuen Drehstart im selben Land zu sein. Hach. Etwas Nostalgie fuer meine Zeit mit 14.

Das Zweite war das Sanctuary heute - davon spaeter mehr.

Motueka. Na ja. Warten auf eine Antwort, hatte mich ja um Jobs beworben. Den ganzen Tag auf dem Zeltplatz rumgammeln, waehrend alle andere arbeiten ist nicht so toll. Wenn alle vom Arbeiten heimkommen, sind alle muede und pennen. Das ging 2 Wochen so. Ich hatte einen Wwoofing-Platz auf einer Farm in den Marlborough Sounds, wo ich eigentlich gemuetlich hin wollte. In Motueka gab es allerdings ein Inependant-Kino, in das wir noch reinwollten, mittwochs kam "Wuestenblume", der mir ganz gut gefallen hat. Donnerstags wollte ich dann los, allerdings kam spaet am Mittwoch ne Mail, dass die Grosstante von dem Projekt gestorben is und anscheinend auch ein guter Freund im Beben in Christchurch. Also gings dann nochmal laenger, aber am Ende hatte ich dann eine Stelle in den Sounds. Also per Anhalter nach Picton, eine Nacht in Blenheim haengengeblieben (viel Bier und sehr anregende Gespraeche, und das erste mal ein Bett seit 3 Wochen). Naechster Tag Picton, was recht schoen is, aber auch sehr touristisch, typisches Hafenstaedtchen eben, und von da aus pendelt die Faehre nach Wellington.

Am naechsten Tag sollte ich um 4 am Le Cafe sein, da wuerde ich abgeholt wrden, zusammen mit einer Deutschen. Hab bei besagter Deutschen massiv Eindruck geschindet, als ich sie angesprochen hab, ob sie auch zu Nigel geht zum Wwoofen. Jedenfalls hat uns dann Sue, Nigel's Frau mit dem Landrover abgeholt. Wir sind dann 50 Meter zum Hafen gefahren und dort in ein Boot umgestiegen und raus gings, in die Sounds. Wir wurden zuerst zum Ferienhaus gefahren, in dem jetzt, in der Nebensaison, wir Wwoofer wohnen wuerden. Dort wartete auch noch eine Franzoesin auf uns. Und das Ferienhaus war klasse. Ich bin mir sicher, ich haette mir das nicht leisten koennen, wenn ich jeden Tag Fruitpicking fuer Geld gemacht haette. Hier konnten wir wohnen wie die Golfer und bekamen richtig gutes Essen im Austausch von 4 Stunden Arbeit am Tag. Und das hiess: Baeumefaellen. Klasse.

Am naechsten Morgen wurden wir um 9 am Steg abgeholt und fuhren zu dem eigentlichen Haus der beiden. Hier erfuhr ich auch, woher die ganze Kohle kam (zwei Haeuser in den Marlborough Sounds - Sonnenseite - zwei Boote und der Vorstand im Golfclub von Picton kosten sicher etwas): Nigel war ein Filmproduzent, jetzt teilweise in Rente, hat aber immernoch viel in seinem Studio in Wellington zu tun. Wir haben "Good Bye Pork Pie" von ihm geschaut, der etwas langweilig war, da schon recht alt, 1979, auf dem Humor-Niveau wie Peter-Alexander-Filme mit Sex und Drogen. Hat sich aber dann schon gelohnt, weil irgendwie komplett neben der Spur und definitiv typisch kiwi. Mit Nigel hab ich dann auch etwas meine Zukunftsplaene besprochen, und einige Tips bekommen - mal sehen, ob ich die anwenden kann. Ansonsten hab ich wie gesagt Baeume gefaellt, was mir richtig Spass gemacht hat, weil das hier nicht nur langweilige Pinien waren, sonden schoene europaeische Laubbaeume, auf denen man auch mal rumklettern musste, um alle Aeste nach und nach abzusaegen, ohne dass die kleinen Baeume im Garten beschaedigt wurden. Hab mich gefuehlt wie ein kleiner Junge (klettern) mit dem Ueber-Spielzeug (Kettensaege).

Eines Morgens wachten wir von Ronjas Handy auf - ihre Mutter rief an, da es in Japan ein Erdbeben gegeben hatte, und anscheinend ein Tsunami auf uns zurollen wuerde. Wie sich spaeter herausstellte, war die Welle noch um die 10 cm hoch, als sie bei uns ankam, und bis die durch die Sounds durch jeden Seitenarm durch war, wahrscheinlich gar nicht mehr vorhanden. Kein Grund zur Sorge also. Damals wussten wir allerdings noch nichts von dem Nuklearunfall... scheint ja aber nach den neuesten Nachrichten einigermassen unter Kontrolle zu sein, auch wenn ich gehoert hab, dass die Amis schon alle "Anti-Verseuchung-Pillen" schlucken und die Leute hier kein Sushi mehr essen, aus Angst vor verseuchten Fischen. Ich hab Sushi noch nie wirklich gemocht. Im Allgemeinen muss ich sagen, dass die Naturkatastrophen hier allmaehlich zur Selbstverstaendlichkeit gehoeren: Zuerst die Ueberschwemmungen in Australien mit Krokodilen und sogar Haien (!) in den Strassen, dann Christchurch, jetzt Japan, und fuer den 20. Maerz war - je nach Quelle - fuer Christchurch, Motueka, Napier und Wellington ein Erdbeben von den Ausmassen des Christchurch-Bebens vorrausgesagt, das stand hier in allen Zeitungen, aber in Wirklichkeit hat niemand wirklich was drauf gegeben, und es is auch nix passiert.

Also, jedenfalls mussten Nigel und Sue leider schon nach einer Woche nach Auckland, um ihre Kinder zu besuchen (und sich vor dem Erdbeben zu druecken), also hab ich gesagt, ich geh am Mittwoch nach Wellington und treff mich mit Jenny (Nagel). Da Jenny aber am Dienstag Geburtstag hatte, sind bin ich schon am Montag nach Picton und am Mittwoch mit der Faehre nach Wellington, was ich relativ unspektakulaer fand, ausser dem Wind, der war stark, bin dann unter Deck und hab gelesen.

In Wellington sind wir dann ins Rosemere-Backpackers, was klein und gemuetlich war, nur sau teuer. Wir haben da schnell Leute getroffen und sind an Jennys Geburtstag zu acht losgezogen, erstmal an den "Strand". Dann haben wir Spiele gemacht von wegen "Du traust dich nie..." Der Sinn von dem Spiel ist natuerlich, dass sich jeder trauen muss, also bin ich eine Minute als Seemoeve durch Wellington gerannt und Jenny musste durch ein Baustellenhuetchen scheien und so weiter, wir hatten jedenfalls einen Riesenspass. Die eine Franzoesin meinte dann, ohne Wein kann sie das nicht mitspielen, also sind wir zwei Stunden auf nem Spielplatz rumgegammelt, bis wir uns dann entschlossen haben, ins Te Papa (DAS Museum) zu gehen.

[fuer Oma zensieren] Auf dem Weg dahin kamen wir noch an einem Skaterpark vorbei, wo zwei von uns etwas Weed auftreiben konnten. Es hat nicht besonders stark gerochen und wir haben einen Joint in Zigaretten-Groesse zu acht geraucht, aber als wir dann im Museum waren, waren wir alle vollkommen zu gar nichts mehr zu gebrauchen. Ohne jegliches Zeitgefuehl standen wir vor einzelnen Exponaten von Raptoren, Riesenkalmaren und Blauwalen und machten uns Gedanken ueber Skelette, Hautzellen und die Evolution im Allgemeinen, bis wir dann alle vor einer interaktiven Videowand endeten, auf der man mit Laserpointern Bilder hin- und herschieben konnte. Wir schoben, in einer Reihe nebeneinander, Bilder hin und her, bis das Museum zu machte. Man konnte auch Bilder selbst schiessen, was mich auf die Idee brachte, meinen blanken Arsch in die Kamera zu halten, was einer schockierten alten Inderin wohl fuer ewig im Gedaechtnis bleiben wird. [/fuer Oma zensieren]

Wir hatten sehr viel Spass im Museum.

Spaeter hab ich dann noch ein nettes Maedel aus Bielefeld kennengelernt, Elli, die jetzt nach Kerikeri is und dort arbeitet und gemeint hab, ich sollte doch das gleiche machen, wir koennten uns da nen Wohnwagen teilen. Also werd ich mich am Mittwoch auf nach Kerikeri machen, mit Zwischenstop in Auckland. Da das da in Northland subtropisch ist, passt das mir ganz gut, hier wirds naemlich langsam richtig herbstlich. Ausserdem bin ich dann aus der Erdbebenzone raus, das liegt zum Glueck nicht auf einerErdspalte. Dafuer eben auf vulkanischem Gebiet. Und recht exponiert im Meer. Na ja, hoffen wir mal, dass die Naturkatastrophen sich zumindest fuer den naechsten Monat in Grenzen halten.

Ach ja, Nummer zwei heute: Wir waren im Zealandia Wildlife Sanctuary, und Leute, das is toll. 10 Minuten von Downtown Wellington entfernt haben sie da ein riesiges Gebiet eingezaeunt und alle Praedatoren (Katzen, Marder, Opossums, Ratten, Maeuse, Igel etc.) ausgerottet und wieder einheimische Voegel und Brueckenechsen ausgesetzt. Das ist quasi wie ein Zoo, nur dass es kein Zoo ist. Das "Gehege" ist riesig, und das einzige, was die Voegel (zumindest die, die fliegen koennen) dabehaelt, sind die fuer sie perfekten Lebensumstaende. Und wir haben wirklich seltene Voegel dort gesehen (nur keinen Kiwi, der ist nachtaktiv): den Kaka (Papagei), den Tui (der einfach nur unglaublich singt - hab ein Video gemacht, das kommt bald auf Facebook), den Saddleback, und zwei Takahes (nur noch 250 Stueck gibts davon), sowie eine Brueckenechse, die zwar aussieht wie eine Eidechse, aber ein lebendes Fossil ist. Alle Tiere hatten wohlgemerkt die Moeglichkeit, sich zu versecken oder zu fluechten. Nur die Geckos waren im Terrarium, weil deren Nachzucht noch etwas heikel ist. Von so etwas hab ich wirklich schon immer getraeumt. Fotos kommen bald.

Bis dann, und ich poste hier nochmal den Link zu meinem Fotoalbum, das wird ab und zu aktualisiert: https://picasaweb.google.com/103668896904312414074/WorldTrip#

Falls jemand spenden will, ich brauche Hosen, die zerreissen alle.

Freitag, 25. Februar 2011

West Coast

Ich sitzte gerade in Motueka in einer TV-Lounge und im Fernsehen kommen laufend News vom Erdbeben in Christchurch vor ca. 2 Stunden. Bis jetzt 17 bestaetigte Tote, und es werden wohl noch mehr. Ich habe Christchurch vor 1,5 Wochen verlassen, und hier, ueber 200 km entfernt, haben wir nichts vom Beben mitbekommen. Hoere gerade, dass der Fish&Chips in Lyttleton, mein einziger Lichtblick dieses Ausflugs, komplett zerstoert ist, wie fast die komplette kleine Hafenstadt, die wohl das Epizentrum war. Am 4. September gab es ja hier schon einmal ein grosses Beben, gluecklicherweise ohne Tote, und das war DAS Thema, auch noch im Januar/Februar, als ich da war. Gebaeude waren geschlossen, da einsturzgefaehrdet, in den Hostels kamen dauernd Inspektoren vorbei, oft haben mir Leute erklaert, wie ich mich bei einem Beben verhalten soll. Das von heute war wohl um einiges staerker, und dismal gibt es wie gesagt Tote, nach 2 Stunden sind 17 bestaetigt, das werden wohl noch mehr (Jop, wurde gerade offiziell vom Premier auf 65 aufgestockt).

Nichtsdestotrotz folgt hier der Bericht, wie es mir seit Dunedin ergangen ist. Auf meiner erfolglosen Suche nach einem Wwoofing-Platz, hat es mich schlussendlich in ein anderes Hostel namens “Hogwartz” verschlagen, von einer Schweizerin betrieben, das wirklich toll war, aber natuerlich Nacht fuer Nacht Geld kostete. Dort traf ich Keren und Renata, ein lesbisches Paerchen Anfang 20 aus Israel, mit denen ich von Anfang an super verstand. Da mir das Wetter langsam auf die Nerven ging, und ich keine Arbeit fand, fasste ich den Entschluss, nach Norden, nach Nelson zu gehen, das ist ganz im Norden der Suedinsel. Dort ist es mediterran und ich hoerte, dass es hier von Wwoofing- und Arbeitsplaetzen nur so wimmelt. Als Keren und Renata meinten, dass sie das selbe vorhatten, stand der Entschluss fest, und ich sass fuer die naechsten Tage auf dem Ruecksitz. Der Plan war, ueber Christchurch almaehlich Richtung Nelson zu fahren und zu halten, wo es passt. Erster Stop war – ach, irgendsoein Kaff mit Maori-Namen, ich kann mir das alles nicht merken. Das klingt alles so gleich, was wohl daran liegt, dass diese Sprache nur 13 Buchstaben hat. Wir waren in der absoluten Abstiege, typisches Axtmoerderhotel, aber na ja, es war halt immernoch Neuseeland, also hatten wir keine Bedenken. Abgesehen von dem Joint, den die Maedels mit dem Maori, der im oertlichen Schlachthaus arbeitete (in dem gleichen, wie die zwei Typen aus Tonga, mit denen ich nach Dunedin gekommen war), und in dem, wie sich herausstellte, etwas Pep war, lief das auch alles glatt (Sehe gerade, dass anscheinend der Turm der Kathedrale auf den Platz gekracht ist, bin mir aber nicht ganz sicher. Als ich in Christchurch war, war der Platz immer voll mit Leuten, hab da selbst Stunden verbracht.)

Am naechsten Tag fuhren wir mit einer Kiste Heineken an den Lake Tekapo, das erste mal fuer mich in den Bergen, und das war einfach wunderbar, das Wasser ist so unglaublich tuerkis und klar, dagegen ist die Karibik wirklich nichts. Auf einmal stand ich vor dieser Kirche, die ich daheim in einem Bildband gesehen hatte, ohne zu wissen, wo sie steht, und ich mir damals eines Tages meine Hochzeit vorgestellt hatte, und ich war einfach platt, ich hatte da gar nicht mehr drangedacht, seit Jahren nicht mehr, und da war sie einfach (besetzt von ca. 50 japanischen Touristen). Karen und ich lagen am See in der Sonne, die erste wirkliche Sonne seit 3 Wochen oder so fuer mich, und Renata tanzte 5 Stunden mit ihrem iPod in den Ohren herum. Das mag am Pep vom Vorabend gelegen haben, aber davon abgesehen, war Keren wohl die ernsthaftere und Renata die durchgekallte, verrueckte, dramatische. Zusammen waren die beiden einfach wunderbar, hab meine Zeit sehr genossen und mich ein Bisschen in die beiden verliebt. Das schien auch irgendwie zurueckzukommen, und als die beiden sich am Ende des Tages stritten, wusste ich nicht, ob es um mich ging (das war ein 2-Stunden-Streit auf hebraeisch). Als wir in Christchurch waren, trennten wir uns fuer eine Nacht, und obwohl es eine schwere Entscheidung war, dachte ich, es waere das Beste, die beiden alleine zu lassen. Natuerlich hatte ich meine Kamera, meine CDs und meine BBH-Karte im Auto vergessen, deshalb traf ich mich am naechsten Tag nochmal mit Keren fuer die Uebergabe, und sie meinte, dass sie nicht wuesste wie es weitergeht, und wuenschte mir viel Glueck und dabei blieb es.

In der Zwischenzeit hatte sich herausgestellt, dass mein Konto mal wieder leer war – keine Abreit zu haben ist teuer, und diesmal musste ich Mama & Papa um eine Auslage fragen, was kein Problem war, aber auch nicht gerade angenehm. Bis das Geld da war, war ich aber erstmal blank. Nach 4 Stunden ergebnisloser Suche nach einem Hostel, das mich gegen meinen Reisepass uebernachten lassen wuerde, bis das Geld da ist, beschloss ich, klassisch unter einer Bruecke zu schlafen. Witzigerweise sind in Christchurch alle Bruecken bis zum Wasser zugemauert, dass man da nicht drunter uebernachten kann. Also hab ich mir einen besonders voluminoesen Baum im Botanischen Garten gesucht (Die Kathedrale ist wohl, wie ich gerade sehe, eine komplette Ruine). Zum Glueck hatte ich noch etwas Dosenfutter und einen Schlafsack (gruen), ein Zelt war mir zu riskant. Gerade laufen Bilder vom Botanischen Garten, der jetzt ein Evakuierungscamp ist. Hab auch ein grosses Geschaeft da erledigt, ich hoff nur, dass da jetzt niemand reintritt.

Insgesamt war ich ziemlich down, und am naechsten Tag hab ich mich vor die Kathedrale gesetzt, wo ein blinder, alter Mann auf einer Knochenfloete irische Lieder spielte, und dem 3 Stunden zugehoert. Auf einmal setzte sich ein Paerchen neben mich, und fingen auch an, zuzuhoeren, und wir kamen ins Gespraech. Die beiden schienen wirklich nett zu sein, und der Mann erinnerte mich stark an Anthony Kiedis, den Saenger der Red Hot Chili Peppers. Er lud mich auf einen halben Joint ein, und ich dachte mir, warum eigentlich nicht, also gingen wir zum Fluss, und der halbe stellte sich heraus, ein Achtel zu sein, aber das war ja auch egal. Wir hatten jeder eine Dose Whisky-Cola dazu. Im Laufe des Gespraeches merkte ich, dass die beiden ziemlich haengengeblieben waren. “Anthony” hatte auch etliche Narben an seinen Unterarmen und kein Zahnfleisch mehr. Die andere (hab schon den Namen vergessen, nenne sie der Einfachkeit halber mal Sara) war irgendwie einfach nur dumm, was sich nach einer halben Stunde Diskussion ueber mein Geburtsdatum herausstellte, weil sie darauf bestand, dass ich nicht 21 sein kann. Irgendwann stiess noch ein anderer Typ dazu (den Namen hab ich auch vergessen, er ist jetzt mal “Brad”), der ganz in Ordnung zu sein schien. Er hatte die ganze Zeit unter einem Baum geschlafen, wegen Stress mit seiner Freundin. Na gut. Wir wurden Freunden von Anthony vorgestellt, ein grober Typ ohne Vorderzaehne aber mit erstaunlichem Allgemeinwissen, und einem recht Jungen, der wohl auf irgendeinem Trip haengengeblieben war. Er sah original aus wie Snoop Dogg und konnte sich nicht mehr klar artikulieren, sass in seinem Rollstuhl und driftete dauernd weg. Arme Schweine. Brad, Sara und ich entfernten uns Richtung Supermarkt, und danach in Brads armselige Bude, der mir anbot, bei ihm zu uebernachten. Die Bude war zwar winzig und wirklich erbaermlich, aber wenigstens schien er abgesehen vom Alkohol kein ernsthaftes Drogenproblem zu haben, also sagte ich ja, liess mein Gepaeck bei ihm und ging mit Sara zur Bibliothek, weil es da freies Internet gibt. Als wir zurueckkamen, hatte sich Brad mit meinem Gepaeck eingeschlossen und schlief seinen Rausch aus. Keine Chance, ihn aufzuwecken. Also musste ich wohl oder uebel bei Sara schlafen, die eine sehr nette Mutter und einen sehr schrecklichen Stiefvater hatte und eine Matratze fuer mich. Nachdem ich eine Taktik gefunden hatte, die mir erlaubte, ihre Annaeherungsversuche abzuwehren, und trotzdem meine Matratze zu behalten, kamen wir etwas ins Gespraech, und sie gestand mir, dass sie lernbehindert ist, was mich dann doch milder und geduldiger stimmte, auch wenn sie nicht wusste, was Griechenland ist, oder dass Neuseeland dieses Jahr die Rugby-Weltmeisterschaft hat.

Am naechsten Tag hatte ich einige juckende Stellen, die, wenn mich nicht alles taeuscht, verdaechtig nach Flohbissen aussahen. Zum Glueck hatten sie sich nicht in meinen Kleidern festgesetzt. Ich machte mich auf zu Brad und holte mein Gepaeck ab, er war schon wieder am Trinken, und ich wollte so schnell wie moeglich weg, aber als Brad mir anbot, dass ich meine Waesche bei ihm waschen koennte, musste ich das Angebot annehmen, und machte mich 2 Stunden spaeter mit sauberer Waesche auf den Weg. Und siehe da – ich hatte wieder Geld! Also eine Ausrede fuer Sara gesucht (tschuldigung), die mich versuchte, zu einer romantischen Reunion in exakt 3 Jahren zu ueberreden und gefluechtet, in ein Hotel, und geduscht, und mich wieder einigermassen zivilisiert gefuehlt. Merke gerade, dass mein Sinn fuer deutsche Grammatik nachlaesst, bitte, das zu entschuldigen.

Wollte gerade schlafen gehen, und hoerte aus der Kueche Gelaechter, und entschied spontan, die Gruppe zu crashen, obwohl mir eigentlich nicht danach war. Es stellte sich aber als Gluecksfall heraus. (Sehe gerade, dass ganze Leute mit Haeuserteilen 15 Stockwerke in die Tiefe gestuerzt sind und ueberlebt haben, also quasi einfach auf der Strasse ausgestiegen oO) Es stellte sich heraus, dass die Gruppe, bestehend aus 4 Deutschen, einem Franzosen und zwei britischen Zwillingen, auch nach Nelson wollten, um Arbeit zu finden, und einen Platz frei hatten. Also sass ich mal wieder auf dem Ruecksitz Richtung Nelson und zeigte Christchurch zum Abschied den Mittelfinger, hoffentlich zum letzten Mal. Nie wieder.

Wir wollten uns ca. 1,5 Wochen Zeit lassen, um nach Nelson zu kommen, und das taten wir. Wir fuhren ueber Arthur’s Pass ueber die Suedlichen Alpen, campten wild, machten Lagerfeuer. Alles sah ziemlich aus wie in der Schweiz, abgesehen von diesen verrueckten Alpenpapageien, die Keas, die nachts unsere gesamten Vorraete durchsuchten und alles aufrissen und in der Gegend zerstreuten. In der Tat sind das die einzigen Papageien der Welt, die in den Bergen leben und fuer mich daher sehr faszinierend, fuer die Maedchen waren das allerdings nur “eklige und unheimliche Eulen”. Na ja.

Ich bin kein Fan von Bergen, aber manchmal war die Landschaft wirklich einfach umwerfend. Das gelbe Gras ueberall, das kristallklare Wasser, die Urwaelder, und die Fluesse sind so wild, ich meine, die Flussbetten sind teilweise 5-10 mal so breit wie die Fluesse selbst, und das ist das erste Mal, dass ich so etwas sehe.

Von den Bergen gings dann runter an die Westkueste, nach Greymouth, das hiess, mehr Regenwaelder (die auch etwas sehr besonderes sind, da sie so ziemlich die einzigen Regenwaelder in gemaessigtem Klima sind), Straende, einfach nur atemberaubende Kuestenverlaeufe. Ich sah das erste Mal Baumfarne, die stehen hier einfach an der Strasse, und am Anfang denkt man, es waeren Palmen, und ich liebe Palmen. Aber dann merkt man, dass sie irgendwie seltsam aussehen, unglaublich urspruenglich, und dann faehrt man um die Kurve und hat diese 50 km Kueste vor sich, und die einzige Strasse durch die Wildnis sieht man nicht, weil sie von den Baeumen versteckt ist, und ansonsten ist da nichts ausser Wald, Farne, Palmen, Wellen, Meer, Felsen, und alles liegt im Dunst, und man fuehlt sich wie in Jurassic Park und erwartet eine kleine Gruppe Flugsaurier ueber dem ganzen Szenario. Unglaublich.

Westkueste heist aber auch: Sandflies. Stellt euch Moskitos vor, die nicht wie Moskitos aussehen, aber 10mal so aufdringlich und haeufig sind. Oder, besser, stellt euch vor, Essigfliegen koennten stechen. Das trifft es ziemlich genau. Das ganze laeuft so ab: Man findet nach 2 Stunden Herumirrens einen Strandabschnitt, der perfekt zum Wildcampen mit Lagerfeuer ist. Man steigt aus. Man denkt sich, und formuliert es auch: “Und das Beste: Keine Sandflies” 2 Minuten spaeter drueckt man die erste an seinem Ellbogen aus, 5 Minuten spaeter versuchen sie, dir in die Augen zu fliegen, und 10 Minuten spaeter fliegen 50 davon um deine Schuhe. Das einzige Gute ist, dass man den Stich (ich glaube, gehoert zu haben, dass es eher ein Biss ist) ziemlich deutlich spuert, aber meistens ist es das schon zu spaet. Mamas Calendula und Hannahs Insect-Repellent haben die gesamte Gruppe vor dem sicheren Tod durch Sandflies gerettet, dankeschoen.

Wir haben uns also langsam die Westkueste hochgearbeitet, und jeden Tag einen Walk gemacht, oder Track, keine Ahnung, wie man das auf Deutsch nennt, wir sind halt im Wald rumgelaufen, zu Wasserfaellen und Hoelen und zum Strand, und irgendwann war mein Kopf so voll von wunderschoenen Landschaften, dass ich das gar nicht mehr aufnehmen konnte, was wirklich schade war. Einmal haben wir am Strand Muscheln gesammelt und mit Knoblauch gekocht – koestlich, auch wenn ich nicht weiss, ob das legal war, weil mitten im Nationalpark. Aber die Felsen waren mehr als voll davon.

Vor 2 Tagen sind wir dann in Motueka angekommen, was ein paar km westlich von Nelson liegt, und die anderen bleiben hier, weil hier eine grosse Fischfabrik ist, in der sie alle arbeiten koennen. Ich nicht, ich habe ja bekanntlich kein Arbeitsvisum. Ich habe aber einen Wwoofing-Platz hier in der Naehe, eine Farm. An irgendeinem Strand hab ich Fritz aus Vermont getroffen, der mir von einer Kommune in der Golden Bay erzaehlt hat, wo ich wwoofen kann und evtl auch etwas Cash verdienen. Momentan warte ich auf Antwort, da ich gerne wieder in einer Kommune waere, und Golden Bay soll ein Rueckzugsgebiet fuer Kuenstler sein, was mich natuerlich auch sehr reizen wuerde. Falls keine Antwort kommt, werde ich auf dieser Farm wwoofen.

Bis bald.

Donnerstag, 3. Februar 2011

Nachtrag, neue Fotos, und aktueller Stand

Fotos zuerst: !HIER DRAUF KLICKEN!

Dann hab ich natuerlich 2 Australien-Stories vergessen. No1: Duschen war nich, deshalb warden wir angehalten, im nahegelegenen Nationalpark "fer umme" zu duschen, was natuerlich etwas illegal ist, aber wo kein Richter (bzw Parkranger) usw. Allerdings wo der Felix, da der Parkranger. Na ja. 13$ fuer die Dusche, was noch nett war, da ohne Strafgeld, musste nur eine Uebernachtung auf dem Campingplatz zahlen.

No. 2 ist natuerlich der unglaubliche Ken. Dieser Mensch ist ein alter, junggebliebener Hippie, leicht bis mittel schwachsinnig, der sich im Projekt eingenistet hatte, unter dem Vorwand, seinen Lebensabend mit Malen zu verbringen. Am Anfang war das ja noch ganz witzig, wie er da sass, mit seinem Bart, einst rot gefaerbt, aber rausgewachsen, und seiner Ed-Hardy-Kappe mit Totenkopf und Herz und "Love"-Schriftzug und nix gerafft hat. Als wir dann in Sydney waren und ich ihm ein Wasser ausgegeben hab, weil er fast am abnippeln war und angefangen hat, zu heulen, war das auch noch in Ordnung. Als er dann aber angefangen hat, rumzuluegen und alle anzuschnorren, wars langsam nervig, und als er dann keine Fahrkarte fuer die Rueckfahrt kaufen konnte, hab ich mich geweigert, ihm noch mehr Geld zu geben, habs allerdings auch nicht uebers Herz gebracht, ihn da stehenzulassen, also hab ich 10 Minuten gewartet, bis er sich durchgeschmuggelt hatte (in Australien ham die keine Kontrolleure in der Bahn, sonder Drehkreuze am Anfang und Ende). Als wir dann die Treppe runtergehetzt kamen, stand da gerade die letzte Bahn, Tueren offen, mit meinen beiden deutschen Lieblingsmaedels drin. Also noch kurz auf Ken gewartet, wieder zur Bahn gedreht, die Tueren gehen zu - UND DIE MAEDELS STEHEN SEELENRUHIG DRIN UND WINKEN MIR ZUM ABSCHIED! Zum Glueck fuer mich hatte der groesset Teil der Gruppe auf der anderen Seite auf uns gewartet, also war ich zumindest nicht mit Kenn alleine und wir sassen alle in einem Boot. Wir sind dann zumindest noch in einen Vorort gekommen, aber nicht mehr zur Community, und haben uns da eine Wiese gesucht, auf der wir dann geschlafen haben - wie sich morgens herausstellte, war es ein Verkehrskreisel. Irgendwann wurde Kens Genoele auch leiser und wir schliefen ein, um am Morgen von 4 Polizeiautos mit Blaulich geweckt zu werden, die aber zu unserer Erleichterung nur eine suzidale Frau abhalten wollten, von der nahegelegenen Eisenbahnbruecke zu springen. Nachdem ich dann noch schoen in einen Busch mit winzigen Dornen getreten war (barfuss) und mir die Dornen mangels Pinzette mit Kreditkarte und Fuehrerschein herausgezogen hatte, kam endlich die Bahn, und wir konnten heim, wo wir von den Maedels mit den Worten "na, auch schon da?" empfangen wurden. Gott, gib mir eine Peitsche, schnell.

Ich bin jetzt die 6. Nacht in Dunedin. Bin von Christchurch per Anhalter Richtung Stewart Island, eine Nacht im Zelt geschlafen, was grausam war (kalt, nass, Gewitter), am naechsten Tag in Dunedin rausgelassen worden, und entschieden, dass es mir hier gefaellt, also Hostel gesucht, angefangen, nach Wwoofing-Plaetzen zu suchen. Ich hab entschieden, nicht nach Stewart Island zu gehn, weils einfach zu teuer ist (80$ nur fuer die Ueberfahrt, und bei dem Projekt muesste ich selber fuer Kost und Logis aufkommen). Na ja. Bis jetzt hab ich keine Arbeit gefunden, und langsam wirds echt teuer. Drueckt mir die Daumen.

Weil ich hier ansonsten nur rumgammel, hab ich mich entschieden, mit dem Rad die Otago Peninsula zu erkunden. Gesagt, getan, Hammer Wetter, Rueckenwind, und was fuer einer, musste auf dem Hinweg kaum treten und hab einfach mal gehofft, dass der Wind zum Abend hin dreht. Die Landschaft is einfach wunderschoen, ich hatte das erste Mal wirklich das Gefuehl, in Neuseeland zu sein. Nach ca. 20 km kam ich zu einem Aquarium der Otago University, Bereich Meeresforschung, was wirklich interessant war. Hab dann die Dame am Schalter gefragt, ob ich die Pinguine und Albatrosse und Delfine und Seeloewen auch sehen kann, ohne uebertriebene Touristenpreise zu zahlen. Sie hat mir dann (ohne Gewaehr) den sog. Allan's Beach geschickt. Da bin ich hin, und es war der Wahnsinn. zuerst kam doch ein Uebersturm, der mich 3 mal vom Rad gehauen hat, und die Regentropfen auf meiner Backe haben sich angefuehlt wie Nadelstiche. Das Ganze ging 5-10 Minuten, dann war 20 Minuten grandioses Wetter, in denen ich durch den Wind komplett getrocknet bin, und dann nochmal der Sturm. Danach war wieder hammer Wetter. Hab mich ein Bisschen gefuehlt wie Lt. Dan in "Forrest Gump", als er in diesem Sturm mit Gott kaempft. Dann am Strand angekommen, Und es war beeindruckend, und ich war da ganz alleine, nur mit 2 Seeloewen. Fotos gemacht, und wieder zurueck. Der Wind hatte NICHT gedreht, und die letzten 15 km hab ich dann eher mit mir selbst gekaempft und mir wirklich Meter fuer Meter abgerungen. Nach ca. 50 km und 6,5 Stunden war ich dann wieder in Dunedin, und war mir nicht sicher, ob ich absteigen sollte, weil ich nicht wusste, ob ich stehen bleiben wuerde, ich war echt fertig. Das ging dann aber ganz gut, und ich hab mir im Hostel erstmal ne heisse Dusche und einen instant-Schokopudding gegoennt.

Bis dahin...


Mittwoch, 26. Januar 2011

Te Wakapongi!

OK, ich gebs zu, ich hab noch kein Maori gelernt, aber so oder so aehnlich hoert sich alles an (Uebersetzung ist jedem freigestellt)

Was ist passiert. Ich hab das Wochenende mit Mayte verbracht, die jedoch leider krank wurde und das WE im Bett verbracht hat, ich hab dann die Abende in der Hostelbar verbracht und einige interessante Leute kennengelern, z.B. Jolly, der ein Buch geschrieben hat (das ich mir gekauft und signieren hab lassen, aber noch nicht gelesen). Montag bin ich dann in einem Fensterplatz nach Johannesburg geflogen (beeindruckende Landschaft) und abends in einen schwuel-verregneten Abendhimmel Richtung Sydney.

In Sydney wars genauso, grauer Himmel, allerdings die so ziemlich einzige nicht-ueberflutete Region Australiens momentan. Eigentlich hatte ich ja nen Weiterflug nach Auckland am selben Abend, da ich allerdings mein Working-Holiday-Visum fuer Neuseeland nicht bekommen hab, musste ich noch eine Woche in Sydney bleiben, um in Neuseeland unter 3 Monaten zu bleiben. Das stellte sich allerdings als ein groesseres Unterfangen heraus, da man in Australien nicht, wie ich gedacht hatte, automatisch ein 3-Monate-Touristenvisum bekommt. Nach einer laengeren Diskussion und einer informalen Anhoerung bekam ich dann ein provisorisches Visum fuer eine Woche.

Ich hatte, wie berichtet, einen Couchsurfer in Sydney, ca. 1,5 Stunden ausserhalb der Stadt, von dem ich nur wusste, dass er versucht, eine "utopische Community" aufzubauen und "German Folk Dance" mag. Er holte mich an einem einsamen Bahnhof ab und es stellte sich heraus, dass dieser Mensch mit seinem Bruder und Vater und zwischen 20-40 wechselnden Gaesten auf einem Stueck Land wohnt, ueberzeugt ist, dass am 23.12.2012 die Welt untergeht und nur eine ausgewaehlte Gruppe Menschen ueberlebt, die dann ohne Geld auskommt und sich ganz arg lieb hat, und in seiner Freizeit mit seinem Bruder eine Art Speed-Schuhplattler tanzt. Der erste Gedanke war "Ach du kacke, wo bin ich gelandet?", es war dann allerdings ziemlich cool, so eine richtige Community eben, alle machen alles zusammen, gepinkelt wird im Wald, gespuelt mit Regenwasser, gebadet im Fluss, und abends wird gekocht und getrommelt, und abgesehen von der Tatsache, dass Rowan und die anderen alles von Getreidekreisen zu Telepathie und Corioliskraft mit geheimen Energien zu erklaeren versuchten, fuehlte ich mich eigentlich ziemlich wohl. Es gab allerdings ein paar viele Deutsche (70%), was mich auf die witzige Idee brachte, dass diese neue Gesellschaft dann wohl von den Deutschen dominiert wird, was irgendwie nicht so der grosse geniale Masterplan war (vor allem nicht die Maedels, die jeden Tag Eis vom McDonalds wollten und eines Abends kreischenderweise alle Aufmerksamkeit auf sich zogen, da 2 Geckos in ihrer Huette waren und nicht im Fluss baden wollten, weil das ja dreckig ist und sie nicht duschen koennen - ich bin erst nach 3 Tagen draufgekommen, dass das bedeutet, dass sie weder baden noch duschen. Na ja) Mein Bett war ein Doppelbett mitten im Wald, mit Moskitonetz und einem Baldachin, auf dem Indische Goetter und Elefanten um die Wette liefen. Wenn ich nachts aufgewacht bin, wars einfach grandios, das Gefuehl, mitten im Eukalyptuswald zu liegen und die ganzen Voegel - die Geraeuschkulisse ist unglaublich, manchmal kann mans gar nicht glauben, dass das Tiere sind, und der Lachende Hans ist so unheimlich (vielleicht mal bei Youtube nach dem suchen).

So hab ich die Woche verbracht, und am Samstag sind wir dann nach Sydney in den botanischen Garten, um ein Konzert zu hoeren (aehnlich wie DAS FEST in Karlsruhe), nur war das leider klassisch und nich besonders gut, und wurde dauernd von einem Sprecher unterbrochen, der auf die allerpathetischste Weise die britischen Siege pries. Kurz, ich bin mit Antoine, dem Belgier dann zum Opernhaus, was ich eigentlich vermeiden wollte, und, na ja, es is schon beeindruckend, echt, vor allem nachts.

Am Montag ging dann mein Flug nach Christchurch - hab einen neuen gebucht und den anderen geschwaenzt, und da es hier langsam Richtung Herbst zugeht, dachte ich, es waere gescheiter, auf der Suedinsel anzufangen, um dann im Herbst auf der Nordinsel zu sein. Hab noch ein Haufen Tips mitbekommen - zum Opossums killen als Job, steuerfrei, hoffentlich krieg ich den. Ausserdem eine andere Community auf Stewart Island, die sich sehr lohnen soll, allerdings muss ich mich da umfragen (kommt mir etwas vor wie eine Quest in Gothic3). Und ich soll hitchhiken und wild campen, das is gar kein Problem und daundda gibts in Christchurch gebrauchte Zelte. Vielen dank, tschuess, und in Australien is hitchhiken nicht so einfach, also eine Stunde zu spaet am Flughafen angekommen und saumaessiges Gluck gehabt, der Flug hatte ueber 2 Stunden Verspaetung, juhu.

Um 3 nachts in Christchurch angekommen, kein Hostel gehabt und nicht anrufen koennen und hab mir sagen lassen, dass wegen dem Erdbeben im September die Situation sehr schwer ist. Also die nette Dame an der Information gefragt. Sie meinte, sie koennte mir ein Taxi und ein Hostel buchen, das is recht teuer, aber der Flughafen is offen, also warum schlaf ich nich einfach auf dem Boden und wart auf den naechsten Bus. Wahnsinn. Alle Leute sind hier nett und unproblematisch, waehrend mich in Suedafrika noch jeder "Sir" genannt hat, isses hier "Mate", was mir um einiges besser passt.

Telefonieren hat nicht geklappt, also mit dem ollschweren Rucksack 2 Stunden durch die Stadt gelaufen und nach nem Schlafplatz gesucht, und schlussendlich ein kleines Maori-betriebenes Hostel gefunden, mit wirklich netten Leuten (wen wunderts). Abends dann in die Stadt gegangen, um Leute zu finden, haette gern Gesellschaft, wenn ich per Anhalter rumreis. Erstmal zum Geldautomaten: Oh Schreck, kein Geld mehr auf der Karte und nur noch 3,5 Dollar in der Tasche, das reicht nicht mal fuer ne Portion Fish&Chips. Hab dann eine Minidose Milchreis gekauft, Mama geschrieben, dass sie mir Geld vom Konto auf die Karte ueberweisen soll und heim ins Bett, mit knurrendem Magen und der Aussicht, erst uebermorgen wieder an Geld zu kommen. Definitiv der bisherige Tiefpunkt. Heute dann nach dem Shop gesucht, um das gebrauchte Zelt zu kaufen, nicht gefunden, aber -tadaa- wieder Geld da, also in den Supermarkt, eingekauft (billig) und ein neues Handtuch gefunden. so ein geiles Microfaser, 3 zum Preis von 1, also 3 genommen, 1 davon meinem Roommate angeboten, er hats genommen und mir dafuer sein Zelt fuer 20 $ (10 E) gegeben. Laeuft. Jetzt brauch ich nur noch nen Schlafsack und Socken (meine Socken haengen alle in Sydney auf der Leine, doof) und dann kanns losgehn Richtung Stewart Island!

Bis dann...

Donnerstag, 13. Januar 2011

Fotos

Vielleicht klappts jetzt mit den Fotos.....


Ich bin zurueck in Kapstadt, in nem nicen Hostel mit Bar auf der Dachterasse, direkt an der Long Street, das ist da wo der Beat abgeht.

Ich war shoppen. Ausbeute: ein USB-Kartenleser (der natuerlich nicht funktioniert, zumindest nicht hier im Hostel) und ein neues Handy (der hochmoderne Nokia-Touchscreen-Scheiss hat ganze 7 Wochen gehalten) ! Hab das billigste verlangt, und dann 400 Rand geblecht (ca 40 E). und als ich es im Hostel ausgepackt hab, ja da schau an, das Ding ist klasse. Erstens kann ich 2 SIM Karten verwenden, falls also jemand das Beduerfnis verspuert, mir ne SMS zu schicken, kann er das auf meine deutsche oder meine Suedafrikanische Nummer machen. Klasse! UND es hat einen mp3-Playe, ich kann also wieder Musik hoeren, UND es akzeptiert (na ja, zumindest theoretisch) meine 8GB MicroSD aus meinem Nokia Handy. Also naechste technische Aufgabe: Kartenleser zum Laufen bringen, MicroSD formatieren und neu aufsetzen und Musik hoeren! Bin verhaeltnismaessig sehr zufrieden.

Und hier das Kleingedruckte: was in ganz Kapstadt anscheinend nicht zu finden ist, ist Feuerzeugbenzin und Handtuecher (hab mein ultra-praktisch-zusammenkrumpfelbares-in-sekundenschnelle-trocknendes natuerlich verloren). Dafuer wartet jetzt ein Afrikaner aus Tansania, den ich nicht abwimmeln konnte, vor der Hosteltuer auf mich, bis ich wieder rauskomm, und er wieder versuchen kann, mir Gras anzudrehen (natuerlich mitten auf der Strasse und ich will nicht wissen, mit was das gestreckt ist...). Na toll.

Das Projekt aus Neuseeland hat ueberraschenderweise doch geantwortet, da hat wohl ein umfassender Mitarbeiterwechsel stattgefunden, momentan warte ich auf eine Bestaetigung, dass ich da hin kann.

Bis dann...

Dienstag, 11. Januar 2011

Hitzewelle!

Tja, die erste Hitzewelle hat uns erwischt, mit 35 Grad von 10 Uhr morgens, wie Mayte in ihrer Rundmail schreibt, waren es in Kapstadt nochmal 10 Grad mehr (oha!). Hitze heisst Tiere sehn, und tatsaechlich hab ich in der Woche meine erste Schildkroete in freier Wildbahn gesehn, und ausserdem eine Kobra, genauer einen Rinkhals (toedlich), der sich unter meinem Caravan versteckt hatte und, von den Hunden aufgespuert, mit hoch erhobenem Haupt und aufgestelltem Kragen in den Fynbos gefluechtet ist. Beeindruckend (leider keine Fotos).

Am Donnerstag sind Vicky und Peter zu einem anderen Projekt aufgebrochen, seitdem ist es um einiges ruhiger hier (vor allem beim Essen).

Am Wochenende sind wir nochmal zu dem Pool strumaufwarts gepilgert, diesmal war das Wasser kristallklar, und wir konnten einige riesige (wirklich riesige) Kaulquappen und Fische ausmachen.Ich aergete mich, dass ich das Unterwassergehaeuse fuer meine Kamera nicht gekauft hab. Als Anton mir erklaerte, dass die Fische wohl zu einer recht seltenen Art gehoeren, musste ich natuerlich ein Foto machen. Also mit einer Tupperschachtel ins Wasser gestanden und gewartet. Nach 5 Minuten war ich von 20 Fischen umgeben, die alle an mir rumknabberten, aber keiner wollte in die Schachtel schwimmen. Also hab ich erstmal eine Riesenkaulquappe mit dem Fuss gefangen (lebendig) und die fotografiert, und nach 2 Stunden hatte ich auch meinen Fisch, war komplett durchgefroren und hatte einen ziemlichen Sonnenbrand auf dem Ruecken. Tja, was tut man nicht alles fuer die Wissenschaft! Anton will die Fotos einem Spezialisten zeigen, da er hofft, wenn eine seltene Art auf seinem Gelaende entdeckt wird, dass er dann finanzielle Unterstuetzung bekommt, vor allem beim Alien Removing. Deshalb sucht er auch die ganze Zeit wie verrueckt nach Orchideen.

Als ich am Sonntag dann in meinen Caravan kam, sass da Holger. Holger ist meine neue Gottesanbeterin, die zur Zeit in einem ausgedienten Nescafeglas wohnt, zuerst, weil meine Fotobatterie leer war und ich Holger am naechsten Tag fotografieren wollte, dann, weil meine Gottesanbeterinnensucht zurueckgekehrt ist (das ist so faszinierend, denen beim Fressen zuzuschauen). Na ja, bevor es nach Australien geht, wird Holger ausgesetzt, die haben da ziemlich strikte Bedingungen, was die Einfuhr von Organismen angeht, der Hauptgrund, warum Australien und Neuseeland nicht in Aliens ertrinken (dazu mehr, wenn ich dort bin)

Inzwischen ist die grosse Hitze rum und es ist sonnig bei 25 Grad - sehr angenehm. Lorraine besucht ihre Tochter Kendra in Kapstadt fuer ne Woche und nimmt mich mit, das heisst, dass es schon am Donnerstag nach Kapstadt geht. Dann wird erstmal gefeiert, ich hab viel nachzuholen. Weihnachten, Neujahr, das haarscharfe Entkommen vor einer toedlichen Giftschlange - bis dann.